E-Mail vs. WhatsApp: Wann Sie E-Mail-Marketing für Ihr Unternehmen wählen sollten

In der sich ständig wandelnden Welt des digitalen Marketings stehen Unternehmen vor einer wichtigen Entscheidung: Welcher Kommunikationskanal erzielt die besten Ergebnisse bei der Zielgruppenansprache? E-Mail und WhatsApp gehören zu den bekanntesten Plattformen. Beide bieten einzigartige Vorteile, doch ihre Effektivität hängt von den jeweiligen Zielen, den Präferenzen der Zielgruppe und den jeweiligen Anwendungsszenarien ab. 

E-Mail und WhatsApp als Marketingkanäle verstehen

E-Mail-Marketing: Der bewährte Klassiker

E-Mail-Marketing ist seit Jahrzehnten ein Eckpfeiler der digitalen Kommunikation. Es ermöglicht Unternehmen, personalisierte, skalierbare und messbare Nachrichten an ein breites Publikum zu senden. Die Inhalte von E-Mails reichen von Newslettern und Werbeangeboten über Transaktionsbenachrichtigungen bis hin zu Reaktivierungskampagnen. Dank fortschrittlicher Tools wie CRM-Integration, Automatisierung und Analysen bleibt E-Mail ein vielseitiger und kosteneffizienter Marketingkanal.

WhatsApp Reach: Das moderne Messaging-Kraftpaket

Mit über zwei Milliarden aktiven Nutzern weltweit hat sich WhatsApp dank der WhatsApp Business API . Es ermöglicht die direkte Echtzeitkommunikation mit Kunden per Text, Bild, Video und sogar interaktiven Schaltflächen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Messengern bietet WhatsApp eine dialogorientierte, sofortige und äußerst ansprechende Möglichkeit, mit Nutzern in Kontakt zu treten – insbesondere in Regionen, in denen es den Markt für mobile Kommunikation dominiert.

Wesentliche Unterschiede zwischen E-Mail und WhatsApp

Um zu entscheiden, wann E-Mail-Marketing gegenüber WhatsApp-Kampagnen Vorrang haben sollte, wollen wir die Unterschiede anhand verschiedener Kriterien aufschlüsseln:

1. Liefer- und Öffnungsraten

  • E-Mail : Die Öffnungsraten von E-Mails liegen typischerweise zwischen 15 % und 25 %, abhängig von Branche und Zielgruppensegmentierung. Faktoren wie Betreffzeile, Absenderreputation und Zeitpunkt haben einen erheblichen Einfluss darauf, ob eine E-Mail geöffnet oder im Spam-Ordner landet.
  • WhatsApp : WhatsApp weist Öffnungsraten von bis zu 70-90 % auf. Nachrichten werden direkt auf das Mobilgerät des Nutzers zugestellt, oft innerhalb einer vertrauten und vertrauenswürdigen App, wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie wahrgenommen und sofort geöffnet werden.

Wann E-Mail die richtige Wahl ist : Wenn Ihre Kampagne auf detaillierten, visuell ansprechenden Inhalten basiert (wie Newslettern oder Produktkatalogen), ist E-Mail aufgrund ihrer Fähigkeit, professionelle Designs und längere Texte zu übermitteln, die bessere Wahl. Für dringende oder zeitkritische Nachrichten hingegen ist WhatsApp mit seiner nahezu sofortigen Zustellung und den hohen Öffnungsraten führend.

2. Engagement und Interaktivität

  • E-Mail : Im E-Mail-Marketing hängt die Interaktion oft von überzeugenden Handlungsaufforderungen (CTAs), eingebetteten Links und einem ansprechenden Design ab. Allerdings ist E-Mail-Kommunikation in der Regel einseitig: Um zu antworten, müssen Nutzer entweder auf eine Webseite klicken oder separat antworten.
  • WhatsApp : WhatsApp zeichnet sich durch seine hervorragende Zwei-Wege-Kommunikation aus. Unternehmen können interaktive Funktionen wie Schnellantwort-Buttons, Chatbots oder Medienanhänge (bis zu 100 MB für Dokumente, 16 MB für Videos und 5 MB für Bilder) nutzen, um dynamische Echtzeit-Interaktionen zu ermöglichen.

Wann E-Mail die richtige Wahl ist : Für Kampagnen, die detailliertes Storytelling oder formelle Kommunikation erfordern, wie beispielsweise Geschäftsberichte oder ausführliche Produktaktualisierungen, ist E-Mail die beste Wahl. WhatsApp eignet sich ideal für schnelle, interaktive Gespräche, wie etwa Kundendienstanfragen oder personalisierte Angebote.

3. Personalisierung und Segmentierung

  • E-Mail : E-Mail-Marketing-Plattformen wie HubSpot, Zoho oder Kommo bieten fortschrittliche Segmentierungs- und Personalisierungsfunktionen. Unternehmen können E-Mails basierend auf Nutzerverhalten, demografischen Daten oder Kaufhistorie individuell anpassen, um hochgradig zielgerichtete Kampagnen zu versenden.
  • WhatsApp : Personalisierung ist auf WhatsApp genauso wirkungsvoll, entfaltet ihre volle Wirkung aber in Echtzeit. Dank Integrationen wie denen von ChatArchitect.com für CRM-Systeme (z. B. Bitrix24, Simla-RetailCRM) oder Automatisierungsplattformen (z. B. Zapier, Make) können Unternehmen personalisierte Nachrichten versenden, die durch Kundenaktionen wie abgebrochene Warenkörbe oder Folgeanfragen ausgelöst werden.

Wann E-Mail die richtige Wahl ist : Wenn Ihre Kampagne eine komplexe Segmentierung oder zeitlich gestaffelte Drip-Kampagnen erfordert, sind die leistungsstarken Automatisierungstools von E-Mail besser geeignet. WhatsApp eignet sich besser für die sofortige, personalisierte Kontaktaufnahme innerhalb des 24-Stunden- Kundenservicefensters , da hier keine vorab genehmigten Vorlagen benötigt werden.

4. Kosten und Skalierbarkeit

  • E-Mail : E-Mail-Marketing ist im Allgemeinen kostengünstiger für groß angelegte Kampagnen. Die meisten Plattformen berechnen die Kosten anhand der Anzahl der Abonnenten oder des E-Mail-Volumens, sodass es erschwinglich ist, Tausende von Nutzern gleichzeitig zu erreichen.
  • WhatsApp : Die WhatsApp Business API beinhaltet Kosten für die API-Nutzung, Nachrichtenvorlagen (für Nachrichten außerhalb der Kundenservicezeiten) und die Einrichtung der Integration. ChatArchitect.com bietet zwar kostenlose Vorlagenfreigaben und eine Testphase an, doch die Skalierung von WhatsApp-Kampagnen kann teurer sein als E-Mail-Kampagnen.

Wann E-Mail-Marketing die richtige Wahl ist : Für Unternehmen mit großen Zielgruppen und begrenztem Budget ist E-Mail-Marketing die erste Wahl für kosteneffektive Kundenansprache. WhatsApp eignet sich besser für kleinere, aber wertvolle Zielgruppen, bei denen die direkte Interaktion zu mehr Konversionen führt.

5. Einhaltung von Vorschriften und Bestimmungen

  • E-Mail : E-Mail-Marketing unterliegt strengen Vorschriften wie der DSGVO, dem CAN-SPAM-Gesetz und dem CCPA. Unternehmen müssen die ausdrückliche Einwilligung der Empfänger einholen, Abmeldemöglichkeiten anbieten und die Einhaltung der Datenschutzgesetze gewährleisten.
  • WhatsApp : WhatsApp verfügt über eigene Richtlinien, darunter die WhatsApp Business-Richtlinie und die Geschäftsrichtlinie . Nachrichten, die außerhalb der Kundenservicezeiten versendet werden, erfordern vorab genehmigte, strukturierte Nachrichtenvorlagen (HSM) , und die Zustimmung des Nutzers ist zwingend erforderlich. Darüber hinaus verbietet WhatsApp den Nachrichtenverkehr mit bestimmten Regionen, wie beispielsweise Iran, Nordkorea, Krim, Kuba und Syrien.

Wann E-Mail die richtige Wahl ist : Befindet sich Ihre Zielgruppe in Regionen mit strengen Datenschutzgesetzen oder ist die Nutzung von WhatsApp eingeschränkt, ist E-Mail die sicherere und gesetzeskonforme Option. WhatsApp eignet sich ideal für Regionen, in denen der Dienst weit verbreitet ist und die Einhaltung der Vorschriften unkompliziert ist.

Szenarien für die Wahl von E-Mail-Marketing gegenüber WhatsApp

Während die Unmittelbarkeit und Interaktivität von WhatsApp überzeugend sind, glänzt E-Mail-Marketing in verschiedenen Szenarien:

1. Längere Inhalte und Storytelling

E-Mail ist unübertroffen, wenn es darum geht, tiefgründige und visuell ansprechende Inhalte zu vermitteln. Zum Beispiel:

  • Newsletter : Teilen Sie Brancheneinblicke, Unternehmensneuigkeiten oder kuratierte Inhalte mit eingebetteten Bildern, Links und Formatierungen.
  • Produkteinführungen : Präsentieren Sie neue Produkte mit hochwertigen Bildern, detaillierten Beschreibungen und Links zu Landingpages.
  • Bildungskampagnen : Bereitstellung von Tutorials, Whitepapers oder Fallstudien, die eine eingehende Erläuterung erfordern.

Beispiel : Ein Softwareunternehmen, das eine neue Funktion einführt, kann per E-Mail eine detaillierte Anleitung mit Screenshots, FAQs und einem Link zu einem Demovideo versenden. WhatsApp kann zwar Medien (z. B. MP4-Videos bis zu 16 MB) versenden, ist aber für solch umfangreiche Inhalte weniger geeignet.

2. Drip-Kampagnen und Automatisierung

E-Mail eignet sich hervorragend für automatisierte, mehrstufige Kampagnen. Zum Beispiel:

  • Willkommensserie : Begrüßen Sie neue Abonnenten mit einer Reihe von E-Mails, die Ihre Marke vorstellen.
  • Reaktivierungskampagnen : Inaktive Nutzer werden mit personalisierten Angeboten gezielt angesprochen, um sie zurückzugewinnen.
  • Nachbearbeitung nach dem Kauf : Bestellbestätigungen, Versandaktualisierungen oder Feedbackanfragen versenden.

Beispiel : Ein E-Commerce-Unternehmen kann E-Mails nutzen, um eine automatisierte Kampagne zur Wiederherstellung abgebrochener Warenkörbe durchzuführen und über mehrere Tage hinweg Erinnerungen, Rabatte und Produktempfehlungen zu versenden. WhatsApp eignet sich zwar gut für sofortige Nachrichten zur Warenkorbwiederherstellung, ist aber durch das 24-Stunden-Kundenservicefenster für nicht vorgefertigte Nachrichten eingeschränkt.

3. Große Reichweite und Skalierbarkeit

E-Mail eignet sich ideal, um große Zielgruppen kostengünstig zu erreichen. Unternehmen können mithilfe von Plattformen wie HubSpot oder Zoho für Segmentierung und Analyse Tausende von E-Mails gleichzeitig versenden. WhatsApp ist zwar durch Integrationen wie ChatArchitect.com für Zapier oder Google Sheets skalierbar, erfordert aber bei hohem Nachrichtenaufkommen eine sorgfältige Verwaltung von Vorlagen und Kosten.

Beispiel : Eine Einzelhandelskette, die einen landesweiten Ausverkauf ankündigt, kann per E-Mail Millionen von Abonnenten mit einer einzigen Kampagne erreichen. WhatsApp eignet sich besser, um spezifische Kundensegmente mit personalisierten, zeitlich begrenzten Angeboten anzusprechen.

4. Formelle und professionelle Kommunikation

Der formelle Ton und die Struktur von E-Mails machen sie für professionelle Interaktionen geeignet, wie zum Beispiel

  • B2B-Kommunikation : Angebote, Verträge oder Berichte mit Kunden teilen.
  • Unternehmensmitteilungen : Kommunizieren Sie Meilensteine ​​des Unternehmens, finanzielle Aktualisierungen oder Richtlinienänderungen.
  • Rechtliche Hinweise : Hier werden Aktualisierungen der Nutzungsbedingungen oder Änderungen der Datenschutzrichtlinie mitgeteilt.

Beispiel : Eine Anwaltskanzlei kann ihren Mandanten per E-Mail einen detaillierten Vertrag mit eingebetteten PDFs zusenden. WhatsApp, das zwar Dokumente bis zu 100 MB versenden kann, eignet sich besser für schnelle Bestätigungen oder Nachfragen.

Wenn WhatsApp E-Mails übertrifft

Dieser Artikel konzentriert sich zwar darauf, wann man E-Mail wählen sollte, es lohnt sich aber, auch Szenarien zu erwähnen, in denen WhatsApp die Führung übernimmt:

  • Kundensupport in Echtzeit : Dank der dialogorientierten Natur von WhatsApp und der Integration mit Helpdesks wie Usedesk oder Omnidesk eignet es sich ideal zur sofortigen Lösung von Kundenproblemen.
  • Aktionen mit hohem Engagement : Zeitlich begrenzte Angebote, Blitzverkäufe oder Veranstaltungserinnerungen erzielen auf WhatsApp aufgrund der hohen Öffnungsraten und interaktiven Funktionen wie Schaltflächen bessere Ergebnisse.
  • Lokale Ansprache : In Regionen wie Lateinamerika, Indien oder Südostasien, wo WhatsApp die mobile Kommunikation dominiert, ist es oft effektiver als E-Mail.

Integrieren Sie E-Mail und WhatsApp für maximale Wirkung

Anstatt sich für den einen oder anderen Kanal zu entscheiden, können Unternehmen beide Kanäle für eine einheitliche Strategie nutzen. Zum Beispiel:

  • Nutzen Sie E-Mail für die erste Kontaktaufnahme, beispielsweise für Newsletter oder Willkommenskampagnen, und WhatsApp für Folge-E-Mails oder personalisierte Angebote.
  • Integrieren Sie WhatsApp mit CRMs wie Kommo oder Bitrix24 (über ChatArchitect.com), um E-Mail-Kampagnen basierend auf WhatsApp-Interaktionen auszulösen und umgekehrt.
  • Kombinieren Sie die Skalierbarkeit von E-Mail mit der Unmittelbarkeit von WhatsApp, um eine nahtlose Customer Journey von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Conversion zu schaffen.

Fazit

E-Mail-Marketing ist nach wie vor ein leistungsstarkes, vielseitiges und kostengünstiges Instrument für Unternehmen, die längere Inhalte versenden, Kampagnen automatisieren oder große Zielgruppen erreichen möchten. Seine Stärken liegen in der Skalierbarkeit, dem formellen Tonfall und der Fähigkeit, komplexe, visuell ansprechende Kommunikationen zu verarbeiten. WhatsApp hingegen ist dank Echtzeit-Interaktion, hoher Öffnungsraten und Konversationsfunktionen in bestimmten Anwendungsfällen ein ernstzunehmender Konkurrent, insbesondere in Regionen mit hoher Nutzerzahl.

Bei der Entscheidung zwischen E-Mail und WhatsApp sollten Sie Ihre Kampagnenziele, Zielgruppenpräferenzen und Compliance-Anforderungen berücksichtigen. Für detailliertes Storytelling, Automatisierung oder eine breite Reichweite ist E-Mail die bevorzugte Wahl. Für die sofortige, interaktive und personalisierte Ansprache ist WhatsApp unübertroffen. Durch die Nutzung von Tools wie den Integrationen von ChatArchitect.com mit CRMs, Helpdesks und Automatisierungsplattformen können Unternehmen die Stärken beider Kanäle optimal nutzen und so ihre Marketingwirkung maximieren.

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