Die digitale Marketinglandschaft wird sich 2025 rasant weiterentwickeln, da Unternehmen verstärkt nach direkteren, personalisierten und ansprechenderen Wegen suchen, mit ihren Kunden in Kontakt zu treten. E-Mail-Marketing bleibt zwar ein Eckpfeiler digitaler Strategien, seine Effektivität wird jedoch zunehmend durch Messaging-Plattformen wie WhatsApp ergänzt, das im Januar 2025 weltweit über 2,4 Milliarden monatlich aktive Nutzer verzeichnete. Mit Öffnungsraten von bis zu 98 % für WhatsApp-Nachrichten im Vergleich zu durchschnittlich 20–30 % bei E-Mails überdenken Marketer ihre Vorgehensweise beim Übergang von traditionellen E-Mail-Kampagnen zu dynamischen WhatsApp-Konversationen. Dieser Artikel untersucht praxisorientierte Strategien zur Umwandlung von E-Mail-Kampagnen in WhatsApp-Interaktionen und konzentriert sich dabei auf Omnichannel-Marketing, Conversion-Rate-Optimierung und die Funktionsweise von E-Mail-zu-Chat-Funnels, basierend auf Daten und Expertenwissen.
Argumente für den Wechsel von E-Mail zu WhatsApp
E-Mail-Marketing wird seit Langem für seine Skalierbarkeit, Kosteneffizienz und die Möglichkeit, tiefgründige Inhalte zu vermitteln, geschätzt. Laut Statista wird E-Mail-Marketing bis 2024 einen durchschnittlichen Return on Investment (ROI) von 42 US-Dollar pro investiertem US-Dollar generieren. Herausforderungen wie sinkende Öffnungsraten, Spamfilter und überfüllte Postfächer – 66 % der E-Mails werden auf Mobilgeräten geöffnet, die oft ignoriert werden, wenn sie nicht für mobile Endgeräte optimiert sind – haben Marketer jedoch dazu veranlasst, nach Alternativen zu suchen.
WhatsApp bietet hingegen einen direkteren und persönlicheren Kanal. Eine Studie von BotPenguin aus dem Jahr 2024 ergab, dass WhatsApp-Kampagnen Klickraten (CTR) von 20–30 % erzielen, im Vergleich zu 2–3 % bei E-Mails. Die dialogorientierte Natur von WhatsApp ermöglicht Interaktion in Echtzeit, Multimedia-Inhalte (Bilder, Videos, Sprachnachrichten) und Automatisierung durch Chatbots und ist somit ideal für die Pflege von Kundenbeziehungen. Darüber hinaus sorgt das Opt-in-Modell von WhatsApp für eine höhere Interaktionsrate, da Nutzer sich aktiv für den Empfang von Nachrichten anmelden müssen. Dadurch wird das Risiko, als Spam markiert zu werden, reduziert.
Der Wechsel von E-Mail zu WhatsApp bedeutet nicht, E-Mails komplett aufzugeben. Vielmehr geht es darum, beide Kanäle in eine Omnichannel-Strategie zu integrieren, die die Stärken von E-Mail (ausführliche Inhalte, formelle Kommunikation) mit der Unmittelbarkeit und Interaktivität von WhatsApp verbindet. Ziel ist es, nahtlose Customer Journeys zu schaffen, die die Konversionsraten optimieren und die Nutzer dort erreichen, wo sie am aktivsten sind.
Wichtige Strategien zur Umwandlung von E-Mail-Kampagnen in WhatsApp-Kampagnen
1. Bauen Sie eine WhatsApp-Abonnentenbasis aus E-Mail-Listen auf
Der erste Schritt der Umstellung ist die Migration Ihrer E-Mail-Abonnenten zu WhatsApp. Dies erfordert eine ausdrückliche Einwilligung, da die Richtlinien von WhatsApp ein Opt-in-Verfahren vorschreiben. So gehen Sie dabei effektiv vor:
- Bewerben Sie WhatsApp in Ihren E-Mail-Kampagnen : Fügen Sie einen klaren Call-to-Action (CTA) in Ihre E-Mails ein, der Abonnenten dazu einlädt, Ihrem WhatsApp-Kanal beizutreten. Zum Beispiel: „Erhalten Sie exklusive Angebote und sofortige Updates auf WhatsApp! Jetzt beitreten.“ Verlinken Sie ein WhatsApp-Anmeldeformular oder einen QR-Code. Exotel berichtete 2024, dass QR-Codes die WhatsApp-Abonnentenzahlen für Einzelhandelsmarken um 25 % steigerten.
- Bieten Sie Anreize : Bieten Sie Mehrwert, um die Anmeldung zu fördern, z. B. exklusive Rabatte, frühzeitigen Zugang zu Sonderangeboten oder personalisierte Inhalte. Eine Studie von Netcore Cloud aus dem Jahr 2025 ergab, dass 60 % der Nutzer WhatsApp-Kanälen beitraten, nachdem ihnen ein Rabattcode von 10 % angeboten wurde.
- Segmentieren Sie Ihre Zielgruppe : Nutzen Sie E-Mail-Analysen, um besonders engagierte Abonnenten zu identifizieren (z. B. solche mit konstant hohen Öffnungs- und Klickraten) und diese gezielt für die WhatsApp-Migration anzusprechen. Tools wie MoEngage oder CleverTap können E-Mail- und WhatsApp-Daten synchronisieren und so eine präzise Segmentierung ermöglichen.
2. Neugestaltung von E-Mail-Inhalten für das WhatsApp-Konversationsformat
Die Stärke von WhatsApp liegt in seiner Kürze und Interaktivität, was eine Abkehr von der langen Struktur von E-Mails erfordert. So passen Sie Ihre Inhalte an:
- Verfassen Sie kurze Nachrichten : WhatsApp-Nachrichten sollten 160–200 Zeichen umfassen, im Vergleich zu 500–1000 Wörtern bei E-Mails. Setzen Sie auf klare, handlungsauffordernde Handlungsaufforderungen (CTAs). Senden Sie beispielsweise anstelle eines langen Produkt-Newsletters eine Karussell-Nachricht mit drei Produkten und einem „Jetzt kaufen“-Button.
- Nutzen Sie die Vorteile von Multimedia : WhatsApp unterstützt Bilder, Videos, GIFs und Sprachnachrichten, was die Interaktion erhöht. Ein Chat360-Bericht aus dem Jahr 2025 ergab, dass WhatsApp-Nachrichten mit Multimedia-Inhalten eine um 40 % höhere Klickrate (CTR) erzielten als reine Textnachrichten.
- Verwenden Sie eine lockere, gesprächige Sprache : Sprechen Sie freundlich und kundenorientiert. Zum Beispiel: „Hallo [Name], unsere neue Kollektion ist da! Möchten Sie schon mal einen Blick darauf werfen?“ – das steht im Gegensatz zur förmlichen Anrede „Sehr geehrter Kunde“ in E-Mails.
3. E-Mail-zu-Chat-Funnels implementieren
E-Mail-zu-Chat-Funnels leiten Nutzer von der E-Mail-Kommunikation zu WhatsApp-Konversationen und schaffen so einen nahtlosen Übergang. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Schritt 1: Machen Sie per E-Mail auf Ihren WhatsApp-Kanal aufmerksam : Nutzen Sie E-Mails, um Ihren WhatsApp-Kanal vorzustellen. Eine Willkommens-E-Mail könnte beispielsweise einen Call-to-Action wie diesen enthalten: „Treten Sie unserer WhatsApp-Community bei, um sofortige Updates und exklusive Angebote zu erhalten.“
- Schritt 2: Interaktion über WhatsApp : Sobald sich Nutzer angemeldet haben, werden basierend auf ihrem Verhalten automatisierte WhatsApp-Nachrichten versendet. Klickt ein Nutzer beispielsweise auf einen Produktlink in einer E-Mail, wird eine Folge-WhatsApp-Nachricht gesendet: „Ich habe gesehen, dass du dir unsere Sneaker angesehen hast! Hier ist ein Rabattcode von 10 % für deinen ersten Einkauf.“
- Schritt 3: Conversion-Tracking : Nutzen Sie Plattformen wie WebEngage oder Braze, um Conversions kanalübergreifend zu erfassen. Eine Fallstudie von MoEngage aus dem Jahr 2025 zeigte, dass Marken, die E-Mail-zu-WhatsApp-Funnels einsetzten, ihre Conversion-Rate im Vergleich zu reinen E-Mail-Kampagnen um 30 % steigern konnten.
- Schritt 4: Kundenbindung : Pflegen Sie Leads mit personalisierten WhatsApp-Nachrichten, z. B. Bestellbestätigungen, Erinnerungen an abgebrochene Warenkörbe oder Feedback-Anfragen nach dem Kauf. Krispy Kreme, das SAP Emarsys nutzt, konnte durch WhatsApp-Erinnerungen die Warenkorbabbrüche um 20 % reduzieren.
4. WhatsApp-Kampagnen mit KI und Chatbots automatisieren
Automatisierung ist entscheidend für die Skalierung von WhatsApp-Interaktionen bei gleichzeitiger Wahrung der Personalisierung. KI-gestützte Tools und Chatbots können Prozesse optimieren:
- KI-gestützte Personalisierung : Plattformen wie Insider und Convrs nutzen KI, um das Nutzerverhalten zu analysieren und personalisierte WhatsApp-Nachrichten zu versenden. So steigerte beispielsweise die Empfehlung von Produkten basierend auf früheren Käufen die Konversionsrate von E-Commerce-Marken bis 2025 um 15 Prozent.
- Chatbot-Integration : WhatsApp-Chatbots bearbeiten Routineanfragen (z. B. Bestellstatus, FAQs) und begleiten Nutzer durch den Kaufprozess. Eine McKinsey-Studie aus dem Jahr 2024 ergab, dass Unternehmen, die WhatsApp-Chatbots einsetzen, ihre Reaktionszeiten um 40 Prozent verbessern und die Kundenzufriedenheit steigern konnten.
- Triggergesteuerte Kampagnen : Richten Sie automatisierte Auslöser ein, z. B. Benachrichtigungen bei Warenkorbabbrüchen oder Reaktivierungsnachrichten. Netcore Cloud berichtete, dass automatisierte WhatsApp-Warenkorberinnerungen im Jahr 2024 eine um 25 % höhere Konversionsrate als vergleichbare E-Mail-Benachrichtigungen erzielten.
5. Optimierung für die Konversionsrate (CRO)
Conversion-Rate-Optimierung (CRO) ist unerlässlich, um die Wirkung von WhatsApp-Kampagnen zu maximieren. Hier sind bewährte Strategien:
- A/B-Testing : Testen Sie Zeitpunkt, Inhalt und Handlungsaufforderungen (CTAs) Ihrer Nachrichten, um herauszufinden, was ankommt. Laut Daten von Braze aus dem Jahr 2025 steigerte der Einsatz von A/B-Tests bei WhatsApp-Kampagnen die Conversion-Rate um 20 %.
- Personalisierte Handlungsaufforderungen : Dynamische Handlungsaufforderungen (z. B. „Jetzt [Produktname] kaufen“) erzielen laut einer Studie von Human Marketing aus dem Jahr 2024 eine um 202 % höhere Konversionsrate als generische Handlungsaufforderungen.
- Frequenzbegrenzung : Vermeiden Sie es, Nutzer mit Nachrichten zu überfordern. Beschränken Sie WhatsApp-Nachrichten auf 2–3 pro Woche, da zu viele Nachrichten zu Abmeldungen führen können. Ein CleverTap-Bericht aus dem Jahr 2025 ergab eine Reduzierung der Abmeldungen um 15 %, wenn die Nachrichtenfrequenz optimiert wurde.
- Analyse und Segmentierung : Nutzen Sie Plattformen wie Klaviyo oder Omnisend, um Nutzer anhand ihres Verhaltens (z. B. Kaufhistorie, Surfverhalten) zu segmentieren und KPIs wie Öffnungsraten, Klickraten und Konversionen zu verfolgen. Laut Omnisend-Daten aus dem Jahr 2025 erzielten segmentierte WhatsApp-Kampagnen eine um 35 % höhere Interaktionsrate als nicht segmentierte Kampagnen.
6. Integration mit Omnichannel-Marketing
WhatsApp sollte E-Mail in einer Omnichannel-Strategie ergänzen, nicht ersetzen. So integrieren Sie beides:
- Vereinheitlichen Sie Kundendaten : Nutzen Sie eine Customer Data Platform (CDP) wie Insider oder MoEngage, um Daten aus E-Mails, WhatsApp, SMS und anderen Kanälen zentral zu erfassen. Dies gewährleistet eine einheitliche Kommunikation und personalisierte Kundenerlebnisse.
- Cross-Channel-Kampagnen : Erstellen Sie Kampagnen, die E-Mail und WhatsApp umfassen. Versenden Sie beispielsweise eine E-Mail zu einem Sonderangebot, gefolgt von einer WhatsApp-Erinnerung mit Countdown-Timer. Styli konnte mit Braze den ROI durch Cross-Channel-Kampagnen im Jahr 2024 um 50 % steigern.
- Nahtlose Übergaben : Wenn ein Nutzer eine Konversation über WhatsApp beginnt, stellen Sie sicher, dass der Kundensupport Zugriff auf den E-Mail-Verlauf hat. Fallstudien von Omnichat aus dem Jahr 2025 zeigen eine 3,5-fache Steigerung der Website-Konversionen durch nahtlose Übergaben.
Herausforderungen und Überlegungen
Der Wechsel zu WhatsApp ist nicht ohne Hürden:
- Einhaltung der Vorschriften : Die strengen Opt-in-Richtlinien von WhatsApp und die geltenden Datenschutzgesetze (z. B. DSGVO, CAN-SPAM) erfordern die ausdrückliche Zustimmung der Nutzer. Verstöße können zur Kontosperrung führen.
- Kosten: E-Mail ist zwar kostengünstig, WhatsApp-Messaging über die Business API hingegen ist gebührenpflichtig. Eine Studie von Rasayel aus dem Jahr 2024 ergab, dass die höhere Nutzerinteraktion bei WhatsApp die Kosten oft rechtfertigt, mit einem bis zu 30 % höheren ROI als bei E-Mail.
- Skalierbarkeit : Die Verwaltung eines hohen WhatsApp-Interaktionsaufkommens erfordert leistungsstarke Automatisierungstools. Plattformen wie BotPenguin oder Chat360 vereinfachen dies, können aber eine anfängliche Einrichtungsinvestition erfordern.
- Nutzererwartungen : WhatsApp-Nutzer erwarten schnelle Antworten. Einem Bericht von Chat360 aus dem Jahr 2025 zufolge erwarten 70 % der Nutzer Antworten innerhalb von 5 Minuten und benötigen dafür einen Chatbot-Support rund um die Uhr oder dedizierte Mitarbeiter.
Bewährte Verfahren für 2025
Für einen erfolgreichen Übergang von E-Mail zu WhatsApp befolgen Sie diese Expertenempfehlungen:
- Fangen Sie klein an : Testen Sie WhatsApp-Kampagnen zunächst mit einem Teil Ihrer E-Mail-Liste, um das Engagement zu prüfen und Ihre Strategien zu verfeinern.
- Konzentrieren Sie sich auf den Mehrwert: Bieten Sie Inhalte an, die Nutzer nicht per E-Mail erhalten, wie z. B. Echtzeit-Updates oder interaktive Umfragen. Eine Studie von Netcore Cloud aus dem Jahr 2025 ergab, dass interaktive WhatsApp-Nachrichten die Interaktion um 50 % steigerten.
- Kennzahlen überwachen : Verfolgen Sie Öffnungsraten, Klickraten, Konversionen und Abmelderaten, um Kampagnen zu optimieren. Nutzen Sie Tools wie MoEngage oder Braze für Echtzeit-Analysen.
- Schulen Sie Ihr Team: Stellen Sie sicher, dass Ihre Marketing- und Supportteams mit den Funktionen von WhatsApp und den Compliance-Anforderungen vertraut sind.
Abschluss.
Die Umwandlung von E-Mail-Kampagnen in WhatsApp-Konversationen ist ein strategischer Schritt für 2025. Grund dafür sind die hohen Interaktionsraten, die Konversationsfähigkeit und das Integrationspotenzial von WhatsApp im Omnichannel-Bereich. Durch den Aufbau einer WhatsApp-Abonnentenbasis, die Überarbeitung von Inhalten, die Implementierung von E-Mail-zu-Chat-Funnels, den Einsatz von Automatisierung, die Optimierung der Conversion-Rate (CRO) und die Integration mit E-Mail können Unternehmen personalisierte und konversionsstarke Customer Journeys gestalten. Auch wenn Herausforderungen wie Compliance und Kosten bestehen, sprechen die Daten eine deutliche Sprache: Die Öffnungsraten von 98 % und die Klickraten (CTR) von 20–30 % bei WhatsApp bieten beispiellose Möglichkeiten zur Kundenbindung. Marken wie Krispy Kreme und Styli haben gezeigt, dass die Kombination der Zuverlässigkeit von E-Mail mit der Unmittelbarkeit von WhatsApp einen signifikanten ROI erzielen kann. Beginnen Sie noch heute mit Experimenten, um im dynamischen digitalen Marketingumfeld die Nase vorn zu haben.
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